Wie in jedem Jahr gibt es auch 2021 eine Übersicht über die stetig wachsende Sammlung von Osterrezepten. Ein paar nicht-österliche Zopf- bzw. Stuten-Rezepte sind auch mit dabei, denn ein schöner Zopf oder ein süßes Brot gehört bei vielen einfach mit auf den Ostertisch! Bereits verlinkt ist auch ein Rezept, dass erst am Gründonnerstag online gehen wird.
Aus dem letzten Jahr habe ich die Markierung von Rezepten, die ohne oder mit nur mit wenig Hefe (1% oder weniger) auskommen, übernommen. Und gerade bei den Gebäcksorten mit wenig Hefe gilt: Sie klappen auch gut mit einem Hefewasser-Vorteig. Für die Osterhäschen in der Übernacht-Version findet ihr in den Kommentaren zum Hefewasser auch einen Vorschlag von mir, wie so ein Rezept aussehen könnte.
Und jetzt lasst euch inspirieren und schmiedet Pläne, was an Ostersonntag und -montag auf dem Frühstückstisch stehen soll!
Ostereier
Osterhäschen- und Täubchen
- Osterhäschen I
- Osterhäschen II
- Übernacht-Version (benötigt nur 1g Hefe auf 500g Mehl!)
- Osterhäschen IV
- Ostertäubchen
Zöpfe und Stuten
- Sonntagszopf
- Sahnezopf (Hefefrei)
- Dinkel-Osterkranz
- Quarkzopf
- Buttermilch-Zopf (Übernacht-Version, benötigt 10g Hefe auf 1 kg Mehl )
- Dinkel-Kartoffelzopf (vegan)
- Vollkornzopf
- Buttermilch-Stuten
- Kleenroggen (10g Hefe auf 1kg Mehl)
- Krintstuut (5g Hefe auf 500g Mehl)
- Dinkel-Buttermilchstuten
- Kartoffelstuten
- Solinger Streuselsemmel
Süßes Gebäck
- Osterbrot
- Tsoureki
- Zuckerplatz
- Colomba pasquale (hefefrei)
- Schiacciata di Pasqua (hefefrei)
- Hot Cross Buns mit Schokolade (2g Hefe auf 650g Mehl)
- Poschweck
- Osterpinze
- Dinkel-Osterpinze (Hefefrei)
- Pani di Cena (5g Hefe auf 500g Mehl)
- Colombina
- Streuselbrötchen
- Münsterländer Struwen (ab 1.4.21verfügbar)
- Brioche mit süßem Starter (hefefrei)
Herzhaftes & Brot
- Kräuterfächer (3g Hefe auf 1 kg Mehl)
- Wildkräuter-Fächer
- Attendoner Ostersemmel (5g Hefe auf 500g Mehl)
Liebe Stefanie,
vielen Dank für die schönen Rezepte! Ich backe schon seit Jahren Deine Rezepte nach und bin immer wieder begeistert (meine Familie auch 😉 . Bisher habe ich nur die Hefe–Rezepte gebacken (da gibt es ja genug Auswahl) und mich noch nicht an einen Sauerteig gewagt, aber langsam wird es Zeit. Ich habe mal zwei Fragen dazu:
1. Kann man die Sauerteig-Rezepte anstatt mit Sauerteig mit einem Pâte Fermentée backen?
2. Warum darf man eigentlich beim Sauerteig ansetzen keine Hefe dazutun… und sei es nur ein Krümmelchen? Wäre es nicht denkbar, einen Pâte Fermentée zu einem Sauerteig umzufunktionieren?
Vielen Dank für eine Antwort und viele Grüße
Diana
@Diana: Ein Sauerteig hat neben dem Geschmack durch den höheren Säuregehalt auch einen etwas anderen Einfluss auf den Teig. Von daher ist ein Pâte Fermentée nicht immer als Alternative geeignet. Gerade bei Roggenteigen braucht man mehr Säure. Man kann allerdings dann auch z.B. mit Buttermilch arbeiten. Das bringt zwar geschmacklich nicht so viel Tiefe, schmeckt aber auch lecker und funktioniert (s. hier oder hier).
Das zusetzen von (Reinzucht-)Hefe beim Sauerteigansatz beschleunigt nicht den Aufbau der typischen Sauerteigflora sondern bringt nur einen weitere Mikroorganismus-Art mit, die allerdings nicht an das saure Milleu des Sauerteigs angepasst ist. Darum wird der Sauerteigansatz zwar am Anfang schön aufgehen, aber mit der Zeit diese triebfähigkeit verlieren. Es kann auch passieren, dass durch ein zuviel an Hefe der Sauerteig nicht genügend Säure entwickelt und leichter schimmelt. Wenn du eine Pâte Fermentée immer wieder auffrischt, werden mit der Zeit die Milchsäurebakterien auch immer mehr überhnad nehmen. Wie zuverlässig das dann als Sauerteigersatz funktioniert, kann ich dir allerdings nicht sagen, weil ich es nie getestet habe 🙂
Von daher würde ich sagen: Trau dich, und setz den Sauerteig einfach mal an. Mehr als nicht funktionieren kann nicht passieren 🙂
Und wenn du das nicht so gerne möchtest: Eine Alternative zum Selberansetzen ist z.B. die Sauerteigbörse, über die Sauerteig an Intressierte verschenkt wird. Und man kann auch auch welchen kaufen, zuverlässige Qualität gibt es z.B. bei Bongu.