Tag-Archiv: nur mit Hefe

14. Mai 2009

Lauch-Schnecken

Die letzten Tage waren sehr arbeitsreich, da bin ich die letzten Tage nicht zum kochen gekommen.
Gestern war ich sogar bis 22 Uhr im Labor und habe mich von Keksen, Hanuta und indischem Knabberzeug ernährt 🙁 Nicht gerade eine ausgewogene Ernährung. 🙁
Aber heute habe ich konsequent um 17 Uhr Feierabend gemacht. Zu Hause sah mich der Lauch im Kühlschrank sehr vorwurfsvoll an. Also war klar, der Lauch muss heute verwertet werden. Auf eine Quiche hatte ich keine Lust, daher habe ich ein wenig bei Chefkoch.de gestöbert und bin auf ein Rezept für Lauchschnecken gestoßen.
Der Hefeteig war nicht ganz mein Fall, zuviel Hefe und Butter mag ich in salzigen Hefeteig auch nicht so gerne, da bevorzuge ich doch lieber meinen Pizzateig mit Olivenöl als Grundlage.
Aber die Füllung aus Lauch, Käse, Kräutern und Schmand klang sehr lecker. Weiterlesen

8. Mai 2009

Eggbread

Hätte man mich vor einer Woche gefragt, welches für mich das perfekte Zopfrezept ist, hätte ich dieses genannt. Doch bereits als ich das erste Mal durch Advanced Bread and Pastry blätterte, fiel mir das Rezept für Eggbread ins Auge. Besonders die Tatsache, das es im Onlineteil des Buchs eine Anleitung für einen acht-strängigen Zopf gab, reizte mich.

Und dann hat Susan von Wild Yeast für BBD #19 Eggbread gebacken, und beim Betrachten der Bilder war es um mich geschehen. Dieses Brot mußte gebacken werden, so schnell wie möglich . Und natürlich mußte es die achtstängige Variante sein. Weiterlesen

7. Mai 2009

Buttermilch-Honig-Brot

In einem Forum bin ich vor einigen Tagen auf eine Aussage gestoßen, die mich sehr energisch wiedersprechen ließ: Nach dem Kneten solle der Teig nur 30 min ruhen, dann solle er direkt geformt werden. Die Aussage kam von einem erfahrenen User, doch in der nachfolgenden Diskussion bekam ich keine befriedingende Antwort, welchen Vorzug diese Methode habe.
Meiner Meinung nach, und das steht auch so in meinen Backbüchern, braucht der Teig die erste Fermentationsphase, um Aroma zu entwickeln und dem Gluten zu entspannen. Die Phase dauert bei mir, abhänig vom Rezept, 1 – 1,5 Stunde.
Die Ausgangslage  der Diskussion war ein Brot mit 2% Hefe und einer Mischung aus Vollkornmehl und Weißmehl.

Trotz, oder gerade wegen der fehlenden Begründung, habe ich viel über Teigruhe nachgedacht und in meinen Backbüchern nachgelesen. Weiterlesen

30. April 2009

Pane Francese

Pane Francese bedeuted französiches Brot und ist die italiensche Variante des Baguetts. Äusserlich ähnelt es eher einen Ciabatta, die Krume gleicht der einens Baguettes. Insgesamt ist es sehr aromatisch und rustikal, da es einen Teil Vollkornmehl enthält und mit einer minimalen Menge Hefe auskommt. So wenig Hefe, das ich wirklich schon zweifelte, ob das Brot überhaupt aufgehen würde. Aber man darf die kleinen Dinger nicht unterschätzen. Durch die lange Gehzeit konnten sie sich munter vermehren und der Ofentreib war dann fantastisch. Weiterlesen

25. April 2009

BBD#19: Pain d’Epi

Für ein österliches Abendessen mit meinen Eltern hatte ich versprochen, Brot zu backen. Da ich seit ewigen Zeiten kein Baguette mehr gebacken hatte und mich die Baguettes aus dem Backbuch “Advanced Bread and Pastry” so anlachten, war direkt klar, was ich probieren wollte.

Die Teigherstellung lief problemlos, das Formen der Baguettes war kein Problem. Als ich aber das erste Baguette auf den Brotschieber heben wollte, stellte ich fest, das mein Brotschieber dafür zu klein war. Naja, kein Problem, dachte ich, der Brotschieber ist ja auch kleiner als mein Brotbackstein. Also unterstützte ich mit einen zweiten Brett das überstehende Ende des Brots. Als ich es dann zur Hälfte auf den heißen Stein geschoben hatte, stellte ich mit Bestürzen fest, das auch mein Ofen zu klein für das Baguette war. Weiterlesen

23. April 2009

Rohrnudeln

Nach meinen Brotbackabenteuer vom vorletzten Wochenende war der Tiefkühlschrank mit Brot, so dass ich dieses Wochenende nicht backen mußte (bzw. durfte). Aber heute war ich aussnahmsweise sehr früh Zuhause und hatte Zeit für ein etwas aufwendigeres Abendessen.

Auf Rohrnudeln hatte ich schon seit langer Zeit mal wieder Appetit. Mit einer Suppe als Vorspeise sind sie meine liebste süße Hauptspeise. Dazu serviere ich Vanillesauce und Apfelmuß

Wer mag, kann sie auch mit Pflaumenmuß füllen, doch ich bevorzuge die ungefüllte Variante. Weiterlesen

12. April 2009

Colombina

Meiner erste Begegnung mit der Colomba fand vor zwei Jahren statt, als eine italienische Kollegin nach Ostern ein italienisches Ostergebäck mitbrachte. Ein lockere, federweiche Krume unter einer Zuckerkruste, einfach lecker!  Leider konnte mir die Kollegin kein Rezept geben, ihre Colomba war vom Bäcker.

Seitdem ließ mich der Gedanke aber nicht mehr los, ich wollte so eine Taube backen. Leider sind die Papierformen in Deutschland nicht so ohne weiteres zu bekommen, wie ich zu meiner Entäuschung feststellen mußte (ausser ich würde direkt 100 Stück kaufen, was bei 1 bis 2 Colombas im Jahr doch seeehr lange reichen würde). Weiterlesen

9. April 2009

Brioche Tropézienne

Brioche standen schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. In meinem neuen Lieblings-Backbuch Advanced Bread and Pastry sind direkt drei verschiedene Grundrezepte angeben. Mit direkter Teigführung, vorfermentierter Teig und Sponge (Vorteig).

Der Vorteig war mir lieber, da ich diesen einfach über Nacht auf der Arbeitsfläche stehen lassen konnte, während ich bei dem vorfermentierten Teig nach einer Stunde diesen in den Kühlschrank hätte stellen müssen.

Und dann entdeckte ich die Variante Brioche Tropézienne. Und mir war klar, dass ich aus einem Teil des Teiges diese Brioche mit Vanillecremefüllung und Streuselbelag machen musste. Das war das perfekte Mitbringsel für das Geburtstagskaffee meiner Mutter. Weiterlesen

2. April 2009

Ciabatta

Irgendwo in Deutschland, mitten in der Nacht: Leise schleicht eine dunkle Gestalt aus dem Schlafzimmer. Der Wecker zeigt 3 Uhr. Vorsichtig werden nun in der Küche Schranktüren aufgezogen, leise Schüsseln, Hefe und Mehl hervorgeholt und ein Poolish angerührt. Dann schleiche ich zufrieden zurück ins Bett und überlege dabei, ob so etwas wohl unter “Akuten Backwahn” fällt. Aber egal, schließlich will ich nachmittags Ciabatta backen!

Das Ciabatta, das Steve von Bread cetera mit doppelten Mehlzugabe/ doppelter Hydration gebacken hat, ist nämlich beeindruckend. Große, unregelmäßige Luftlöcher, tolle Kruste, so muss ein Ciabatta aussehen, das will ich auch! Ich habe bisher erst zwei oder drei Mal in meinem Leben Ciabatta gebacken, immer mit mäßigen Erfolg. Es gab zwar vereinzelt große Luftlöcher, aber der Großteil der Krume war gleichmässig mit kleinen und mitteleren Luftlöchern durchsetzt.

Vom Rezept her unterscheidet sich Steves Rezept gar nicht so sehr von meinen bisher verwendeten. Es gibt einen Poolish, der über Nacht bei Raumtemperatur fermentiert, und einen Hauptteig. Der Trick liegt vielmehr in der Herstellung des Teiges. Weiterlesen

18. März 2009

Saatenmischbrot und Zwiebel-/ Pilz-Kuchen

Letztes Wochenende waren wir zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Am Abend vorher rief sie dann etwas besorgt an, da ihr aufgefallen war, dass für die Vegetarier bisher außer einem Salat und Brot noch nichts zu essen eingeplant war. Kein Problem, ich backe eine Quiche, meinte ich erfreut. Aber schon stand ich vor Entscheidungsschwierigkeiten: Zwiebelkuchen oder Pilzquiche? Und Brot backen wollte ich ja auch noch, dafür hatte ich am Vorabend schon einen Vorteig angesetzt. Also entschied ich mich letztendlich dafür, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und einen Hefeteig zu machen, den ich dann aufteilte.

Ein Drittel wurde auf ein Blech ausgerollt und zur Hälfte je mit Zwiebeln bzw. Pilzen beleget, unter den restlichen Teig wurden noch Saaten geknetet, und zwei Brote daraus gebacken. Weiterlesen