Tag-Archiv: Weizen

27. März 2021

Süßkartoffel-Drillinge

Süßkartoffel-Drillinge (2)

Das Krümmelchen ist von Anfang an ein “Selberesser”. Und so stand – und steht – viel Finger Food auf dem Tisch. Neben Gemüsewaffeln werden auch Brötchen mit Süßkartoffel hier darum gerne gebacken. Durch die Süßkartoffel bekommen die Brötchen eine feine Süße und – zumindest bei der lila Süßkartoffel-Variante – eine erstaunlich kräftig lilafarbene  Krumen. Da hier die gegessenen Mengen oft noch klein sind, habe ich je drei Minibrötchen zu einem Drillingsbrötchen zusammengesetzt. Sie lassen sich aber auch in “normaler” Größe backen und können dann als Burgerbrötchen mit extravaganter Farbe verwendet werden.

Ob und wieviel Salz verwendet wird, sollte jeder selbst entscheiden. Die gängige Empfehlung ist, bei Kindern unter 10 Monaten auf Salz zu verzichten, ab dem Übergang zur Familienkost ist dann mit 10 Monaten auch “normales “ Brot mit Salz erlaubt. Aber auch hier gilt: Ihr kennt euer Baby am Besten und entscheidet darum nach eurem Bedarf! Und wer noch mehr Beikost-Brot-Rezepte sucht, sollte unbedingt noch zu Ben rüberhüpfen 🙂

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13. März 2021

Brioche (mit süßem Starter)

BriocheBrioche-Rezepte gibt es einige hier im Blog. Doch ein Rezept für Brioche ohne Bäckerhefe fehlte bisher. Dass es gut funktionieren würde, war für mich dabei keine Frage, denn der süße Starter ist schließlich perfekt, um buttrige Teige wie dem Pandoro zu treiben. Und so braucht es nicht mehr als einen gut aufgefrischten und sehr aktiven süßen Starter bzw. Lievito madre, um köstliche Brioche zu backen.

Gut, Zeit sollte man auch mitbringen, denn die Stückgare braucht Geduld und ist auch sehr von der Aktivität des verwendeten Starters abhängig. Aber Geduld wird belohnt! Die kleinen buttrigen Köstlichkeiten bringen ein vielschichtiges Aroma mit sich, dass absolut seines gleichen sucht. Mit einem Löffelchen samtiger Orangenmarmelade bin ich dann in meinem persönlichen Frühstücksparadies!

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20. Februar 2021

Auffrisch-Waffeln

Auffrisch-Waffeln

Oft tauchen Waffeleisen auf Listen mit “unnötigen Haushaltsgeräten” auf. Das kann ich gar nicht verstehen, denn Waffeln sind für uns DIE Alternative, wenn wir am Wochenende Nachmittags Lust auf Süßes verspüren. Irgendwann im letzten Jahr kam mir die Idee, dass man damit auch gut Sauerteig-Reste verwerten kann. Und so habe ich mein Standard-Waffelrezept umgebaut. Dabei haben wir zwei Varianten getestet und für gut befunden. Die eine funktioniert mit fest geführten Sauerteigen wie süßer Starter, Lievito madre und Konsorten, die andere ist für flüssige Sauerteige geeignet. Das Anstellgut sollte dabei aber nicht zu alt sein. Am Besten riecht man daran und wenn es schon nach Aceton riecht, sollte man es lieber nur auffrischen.

Da unaufgefrischter Sauerteig nicht viel Triebkraft hat (und es bei uns bei Süßhunger auch schnell gehen soll) kommt auch ein wenig Backpulver in den Teig. Die Menge ist aber so gering, dass selbst meine bei Backpulver sehr empfindliche Zunge nichts davon schmeckt. Das Rezept lässt sich gut hoch rechnen und so an die angefallene Sauerteig-Menge anpassen. Ein prima Rezept für die Resteverwertung!

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6. Februar 2021

Sandwich-Brötchen

Panini-Brötchen (1)

Geschmolzener Käse geht bei uns immer. Und wenn mir mittags der Sinn nach etwas warmen, schnell-gemachten steht, dann landet gerne mit Käse und Salsa oder Chutney gefüllte Brote im Kontaktgrill. Gerade wenn das Brot schon ein paar Tage alt ist ist das eine tolle Veredelung der altbackenden Scheiben. Und ich bin da dann auch nicht sonderlich wählerisch: bei mir landet so ziemlich alles, was gerade zur Verfügung steht im Kontaktgrill, denn getoastet Roggenmischbrot schmeckt genauso lecker wie ein leichtes Weizenbrot.

Wenn es ein bisschen edler sein soll, dann backe ich fluffige Sandwich-Brötchen. Für das Aroma wird dem Teig süßer Starter direkt aus dem Kühlschrank zugesetzt. So sind die Brötchen – eine entsprechende Vorratslage vorausgesetzt – relativ spontan und schnell gebacken!

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29. Januar 2021

Körnerstangen

Körnerstangen (2)Es wird mal wieder Zeit für ein einfaches Rezept, das auch für Anfänger mit wenig Ausstattung gut geeignet ist. Es sind Körnerstangen, ein Weizenmischbrötchen mit 20% Roggenanteil. Der Roggenmehlanteil ist der gering genug, um ohne Säure auszukommen. Für das Aroma darf der Brötchenteig über Nacht im Kühlschrank gehen. Ungeduldige lassen ihn alternativ eine Stunde bei Raumtemperatur gehen – der Geschmack wird aber dann nicht ganz so fein.

Beim Formen wird die gleiche Methode wie bei den Salzstangerl angewendet. Dabei gilt: Je länger man das Oval beim Aufrollen dehnt, desto mehr Runden kann man die Stange aufwickeln und desto schöner wird die Krume. Denn durch das Aufrollen bekommt man eine besonders schöne, feinporig und langfaserige Krume.  Und wer jetzt die ganze Anfänger-Serie lesen möchte, findet hier den Überblick! Weiterlesen

23. Januar 2021

Porridge-Brot (Feierabendbrot)

Porridge-Brot (Feierabendrezept) (1)Im Moment bin ich was Feierabendbrot-Rezept angeht mal wieder selbst mein bester Kunde. Mit einem Krümmelchen, dass phasenweise sehr wenig schläft aber dafür umso mehr auf den Arm möchte, ist es hilfreich, wenn man Brotteige immer wieder im Kühlschrank parken kann. Auch bei mütterlichen Schlafmangel hilft es, wenn man das Brot auch ein paar Stunden später nach (!) dem Mittagsschlaf abbacken kann. Denn noch nie habe ich so viele Brote mit einer rustikal-dunklen Oberseite gebacken wie jetzt, weil aus dem “eben das Baby hinlegen” ein gemeinsamer Mittagsschlaf wurde und der Wecker für das Brot entweder erst gar nicht gestellt oder von mir nicht gehört wurde.

Da der Sauerteig gefüttert werden wollte und Hafer in den verschiedensten Varianten bei Krümmelchens und meinem Frühstück eine wichtige Rolle spielt, gibt es heute ein Feierabendrezept mit einem Kochstück mit Hafer und Sauerteig. Wer den Sauerteig direkt aus dem Kühlschrank verwenden möchte, sollte bei längerer Standzeit aber vorher probieren. Schmeckt er nicht mehr angenehm, sollte er vor der Verwendung aufgefrischt werden!

Das Brot wird durch das Kochstück ganz wunderbar saftig und gleichzeitig locker und fluffig. Ein Brot mit dicker Nachback-Empfehlung!

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15. Januar 2021

Holzfällerkruste

Holzfällerkruste__02Wer mag es nicht, das prasselnde Kaminfeuer an einem kalten Wintertag? Doch in einem Kaminfeuer steckt viel Arbeit, denn das Holz will gefällt, gespaltet und lange abgelagert werden, bevor es zum Heizen verwendet werden kann. Und wer hart arbeitet, braucht auch eine leckere Brotzeit!

Bei der Holzfällerkruste verbirgt sich unter der rustikal aufgerissenen Kruste eine saftig-lockere Krume. Mit fünfzig Prozent Vollkornanteil und einer guten Portion Kürbis- und Sonnenblumenkerne ist sie genau das richtige Brot zur Stärkung nach getaner Arbeit.

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9. Januar 2021

Joghurt-Vollkornbrot mit Honig (Feierabendrezept)

Joghurt-Vollkornbrot mit Honig (2)

Im vergangenen Jahr habe ich wenig freigeschobene Brote gebacken und viele der Rezepte mit freigeschobenen Brot stammen “aus der Konserve”, waren sind also 2019 oder früher entstanden. Der Hauptgrund war schlicht und ergreifen das Gewicht des Steins / Stahls – das ist höher als das, was zu Heben maximal in der Schwangerschaft und nach einem Kaiserschnitt empfohlen wird. Und immer den Liebsten zu bitten, mir den Stein in den Ofen zu heben wurde irgendwann auch lästig (also mir, der Liebste hat sich nie beschwert).  Aber jetzt darf ich wieder, wie ich will und so habe ich ein ganz schlichtes Vollkornbrot mit Joghurt und Honig in der Feierabendvariante gebacken. Das lässt sich auch mit einem momentan etwas fordernden Krümmelchen gut in den Alltag einbauen.

Das Brot überzeugt mit seiner flauschig-saftigen Krume und profitiert- wie eigentlich alle Vollkornbrote – von der langen Teigführung nicht nur geschmacklich, sondern auch im Punkt Verträglichkeit.

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24. Dezember 2020

Süße Tannenbäume

süße Tannenbäume (3)

Ich gehöre zu den Menschen, die herzhaft über sich selbst lachen können. So auch in diesem Advent, als mich eine Leserin nach der Backzeit für einen Brötchen-Weihnachtsbaum fragte. Ich hatte direkt ein Bild vor Augen, inklusiver einer Deko angelehnt an Petras Weihnachtsplätzchen. Trotzdem fragte ich nochmal nach und das Bild, das ich daraufhin geschickt bekam, weckte wage Erinnerungen. Eine kurze Suche im Rezeptindex brachte die Bestätigung: ja, ich hatte einen Brötchen-Weihnachtsbaum sogar schon mal gebacken und verbloggt. Und das war der Punkt, an dem ich mich selbst ein bisschen auslachte. Das Vergessen von verbloggten Rezepten ist aber wohl eine nicht ganz unbekannte Blogger-Krankheit, wie man so liest.

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4. Dezember 2020

Süße Nikoläuse

DSC_0505Mein Rezept für die süßen Nikoläuse ist letztes Jahr im Brotmagazin erschienen. Die Sperrfrist für das Veröffentlichen im Blog ist zwar schon lange abgelaufen, aber zu Ostern war das Rezept dann doch nicht ganz passend. Da habe ich lieber auf die richtige Jahreszeit gewartet um das Rezept mit euch zu teilen. Im Prinzip ist die Form nichts neues. Warum ich aber geschlagene fünf Jahre gebraucht habe, um auf die Idee zu kommen, die Form vom herzhaften Weihnachtsmannbrot auf süße, kleine Nikolaus-Brötchen herunterzubrechen, kann ich euch nicht beantworten. Es klappt zu meiner Freude aber tadellos!

Der Teig enthält meine üblichen Garanten für süßes Kleingebäck und Zöpfe: Süßer Starter, ein weing Roggenmehl, und dieses Mal auch ein wenig Creme Fraîche. Und damit werden alle Süßschnäbel am Frühstückstisch glücklich werden!

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